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Wetterhorn

Alois - und die schrägen Vögel

An einem sonnigen Samstag im August mache ich mich nichts ahnend mit der mir vertrauten Laura auf den Weg Richtung Lauchbühl. Ich freue mich sehr, den auf dem Programm steht die wunderschöne Tour über das Willsgrätli aufs Wetterhorn.

Beim Abzweiger Gleckstein angekommen, staune ich nicht schlecht, als sich um mich nach und nach 7 hübsche Frauen versammeln. Zum Glück hat mich Laura stets nahe bei sich behalten, denn bei so vielen jungen Damen und dem dazugehörigen «Gschnäder» wurde mir schon etwas anders.

 

Bereits beim Zustieg zur Hütte habe ich gemerkt, dass mir alle gut gesinnt sind. Ein bunter Haufen schräger Vögel ist gemeinsam auf dem Hüttenweg unterwegs.

In der Glecksteinhütte angekommen, stossen wir mit etwas Kühlem an und philosophieren gemeinsam über Gott und die Welt. Während dem die Damen sich später in der Hütte verköstigen und den atemberaubenden Sonnenuntergang geniessen, tausche ich mich hinter der Hütte mit meinen Berufskollegen über die aktuellen Bedingungen aus. Was für ein Abend, was für eine Stimmung! - Wie die Hühner auf dem «Stengeli», sitzen die Damen vor der Hütte und schauen dem kitschigen Farbenspiel am Horizont zu, - fast gar ein wenig Klischeehaft. Schon bald ist Bettzeit, - den am nächsten Morgen heisst es  «bezyte» zu den Federn raus!

 

Nach einer kurzen, sternenklaren Nacht weckt mich die liebe Laura aus dem Tiefschlaf. Mit Frühstück gestärkt und gut befestigt am Rucksack, beginnt das Abenteuer «Demogirls Expedition Wetterhorn Normalroute». Und zu meinem Glück brauchen auch die sieben Damen zuerst einige Höhenmeter, bis ihr Mundwerk in den Morgenstunden in Gang kommt. Ich geniesse diese Ruhe, bevor ich auf dem Gletscher zu meinem Einsatz gebraucht werde.

 

Dank bombastischen Verhältnissen ist der Einsatz von meinen Gleichgesinnten und den Steigeisen nach der Gletscherüberquerung für den weiteren Aufstieg nicht mehr nötig. Bei bester Aussicht gönnen sie sich eine Pause und warten bis wir sie für den Abstieg wieder brauchen. Meine Wenigkeit, hat die Ehre die lieben Damen bis auf den Gipfel zu begleiten. Unterdessen sind alle hellwach und voller Motivation. Zu meinem Erstaunen konzentrieren sich alle hauptsächlich auf die Route, wobei das ein oder andere Spässchen und Schwätzchen auch Platz haben. Trittsicher erklimmen wir Meter um Meter, - fast wie die Steinböcke (oder so😉). Auf 3692 Meter angekommen, eröffnet isch uns ein unglaubliches Panorama und das Beste, wir haben den Gipfel ganz für uns allein!

 

Von dieser prächtigen Aussicht kriegen wir fast nicht genug und begeben uns nur schweren Mutes auf den Abstieg. Tritt für Tritt geht es wieder bergab. Unterwegs gesellen sich auch meine Berufskollegen und die Steigeisen wieder dazu. Nach dem Überqueren des Gletschers gönnen sich einige aus der Truppe noch ein eisigkaltes Gletscherbad. Mit den restlichen Energiereserven machen wir uns auf die letzten Meter zurück zur Hütte. Da angekommen, stossen wir gemeinsam auf dies Expedition an! – Was für ein Erlebnis!

 

Rückblickend darf ich sagen, war es eine wunderschöne und erkenntnisreiche Gipfeltour. Der Einblick in das Leben von diesen Schrägen Vögel war für mich zwar anstrengend aber dennoch höchst interessant. Ein Erlebnis, dass uns sicherlich noch einige Zeit in Erinnerung bleibt.

 

Liebe Laura, Anne-Aylin, Alyssa, Selina, Alex, Sabrina, Käthy, Melanie, Diana und Anja – DANKE, für dieses geniale Wochenende, die liebenswerte Gesellschaft, die tollen Gespräche! Ich würde sagen, «Demogirls Expedition Wetterhorn Normalroute» mit Bravur gemeistert!