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8) Thailand: Weihnachten in einem Akha Dorf

(3640 Wörter in diesem Text)
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Weihnachten im Akha-Dorf
Eine Weihnachsfeier fernab des Kommerzes

 

Dass wir vor dem Einbruch der Dunkelheit auf keine asphaltierte Strasse kommen würden war offensichtlich und wir waren entschlossen, in einem der umliegenden Dörfer nach einer Übernachtungsmöglichkeit zu suchen. Nach einer halben Stunde und lediglich sechs Kilometer Wegstrecke sahen wir auf einer Anhöhe ein kleines Dorf - getrennt allerdings durch einen halben Meter hohen Fluss, der die Strasse weggespült hatte. (Am nächsten Morgen, als der Regen nachgelassen hatte, entpuppte sich das Gewässer als gerademal 10 cm tiefes Rinnsaal). Augen zu und durch! Wie beim Kajakfahren, sich mit dem Motorrad gegen den Strom lehnen, um nicht umzukippen. Geschafft!

 

Die Bewohner des Dorfes mögen auf viele Situationen vorbereitet sein, aber sicher nicht auf komplett in Schlamm getauchte Motorradfahrer, die zu schon fast nächtlicher Stunde in ihr Dorf fahren und um ein Nachtasyl bitten.

Ein besonnen wirkender Mann in meinem Alter schien der Dorfführer zu sein und beriet sich mit den umstehenden Leuten, was zu tun sei.


Ein Akha Dorf in den Bergen
 

Was tun mit den Besuchern?

Ein Unterstand für unsere Fahrzeuge wurde schnell ausfindig gemacht und unmittelbar darauf sahen wir uns von Kindern umringt, die uns mit Süssigkeiten und Snacks versehenen Geschenken frohe Weihnachten wünschen.

Nun - einige Stämme der Akha's sind dem Christentum zugewandt und es war der 25. Dezember. Wir befanden uns also mitten in den Vorbereitungen zum Weihnachstfest.

 

Man brachte uns trockene Kleidung, zeigte uns das liebevoll mit Wolldecken ausgestattete Nachtlager in einer kleinen Hütte und wies uns an, auf dem regengeschützten Unterstand platzzunehmen, um das Nachtessen gemeinsam einzunehmen.

Vor dem Essen wurde das "Vater unser" in einer mir vollkommen fremden Sprache gebetet. Darauf entschlossen sich meine polnischen Begleiter spontan, ihre Version hinzuzufügen, worauf ich natürlich nicht nachstehen wollte, und meinerseits den deutschen Teil beitrug.

 

Beim Essen ergab sich ein interessantes Gespräch über die Zukunft der hiesigen Dörfer, wobei unser Guide als Übersetzer vom Akha ins Englische und umgekehrt betätigte.

Der intelligente und aufgeschlossene Stammesführer ist sich der Verwässerung seiner eigenen Kultur (nicht zuletzt durch uns Touristen) und dessen Auswirkung auf seine Gemeinde sehr wohl bewusst, möchte aber insbesondere die Möglichkeiten, die sich den Kindern durch Schul- und Ausbildungen in den grösseren Ortschaften im Tal bieten, den Jungen im Dorf nicht vorenthalten.

Ich erkläre ihm die Sitution in unseren Bergregionen, der teilweise erhalten gebliebenen Traditionen und Bräuche einerseits, die Erstellung von künstliche Städten inmitten der Berge für den Tourismus andererseits und zeige einige mitgebrachten Fotos.

Vielleicht wird sich ihre Geschichte in einigen Jahren der unseren ähneln und je länger die interessante Diskussion dauert, frage ich mich, ob wir wirklich so verschieden sind - die Analogien zwischen meinen Gross- und Urgrosseltern in der berner Alpenregion und hier scheinen offensichtlich und lediglich zeitlich versetzt.

Nach dem Essen nahmen einige Frauen und Männer ihre Instrumente in die Hand - das Weihnachtsfest hatte begonnen und auch das Wetter hatte sich dankenswerterweise beruhigt, so dass der Feier unter freiem Himmel nichts im Wege stand.


Gruppe am wärmenden Feuer

Weihnachtsfeier im Akha Dorf

 

Junge Frau am Conga spielen

Verschiedene Tänze und Spiele, in denen insbesondere die Kinder miteinbezogen wurden, wechselten sich ab.

Wir versuchten so gut es ging mitzumachen; die Tanzschritte erweisen sich als recht schwierig für uns. Das permanente "aus dem Rhythmus fallen" von uns Fremden trug zum allgemeinen Vergnügen bei.

Die Feier, die bis spätnachts dauerte, war ein aussergewöhnliches Erlebnis für uns Reisende. Mittendrin und fernab eines bei uns mittlerweile zu einem rein kommerziell verkommenen Anlasses feierten wir Weihnachten so wie sie eigentlich ursprünglich auch bei uns mal gedacht war: Als eine Begegnung unverfälschter Freude.

 

 

Wir verliessen das Akha Dorf am frühen Morgen mit den besten Wünschen des Stammesführers für unsere Weiterreise. Ich verliess das Dorf mit einer Spur Wehmut.

Die Mischung zwischen Spontanität, Gastfreundschaft, aber auch dem Willen in einer intakten Gemeinschaft Veränderungen zu begenen, hat mich tief beeindruckt und wird zeitlebens in Erinnerung bleiben.



  


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